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Zum Glück
Foto: P. Edelmann
 

tabelle zum glueck
Zum Glück
kein Ratgeber

Gerade noch mal gut gegangen. Gottseidank, könnte man sagen, aber Faltsch Wagoni sagen lieber: zum Glück.

Glück, das ist einfach eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis, meinte einst Hemingway. Nicht schlecht. Vergessen wir doch einfach mal, was uns gerade die Stimmung vermiest und lassen uns von den satirischen Geistesblitzen à la Faltsch Wagoni beglücken. Erfahren werden wir allerdings nicht wie wir glücklich werden, sondern, dass wir - ohne es zu wissen - vielleicht schon sind.

Jeder ist seines Glückes Schmied, meint der Volksmund. Wenn dieser Satz stimmt, müssten wir dann nicht alle verdammt unglücklich sein? Denn das mit dem Schmieden ist ja so eine Sache. Anstatt mal alle Viere gerade sein zu lassen, schmieden wir wie besessen drauflos, obwohl das mehr schadet als nützt. Denn in Zeiten des Zuviel braucht es zum Glück eigentlich fast nichts. Je weniger, desto leichter tut es sich, das Glück.

Zum Glück gehören bei Faltsch Wagoni immer zwei: zwei Zahnbürsten, zwei Koffer, zwei Instrumente, zwei Stimmen, zwei Paar Hosen, zwei Köpfe, beziehungsweise Sturköpfe, zwei musikalische und wortstarke Stunden voller Fantasie. Fürs Publikum eine wunderbare Gelegenheit innezuhalten und sich ganz dem Glück des Denkvergnügens hinzugeben.
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Presse




   „Mit herrlich skurrilen Streitgesprächen voller Wortwitz und Selbstironie verführen sie zum Nachdenken und machen keinen Hehl daraus, dass auch sie sich oft überfordert fühlen beim Versuch, persönliches Glück mit nachhaltiger Lebensführung in Einklang zu bringen.“
   "Es war schon immer die besondere Qualität dieses einzigartigen Duos, auch aus scheinbar abwegigen Themen schillernde Wortkunst zu zaubern. Und die gibt es reichlich auch im neuen Programm von Faltsch Wagoni, das den schönen Titel trägt: „Zum Glück“. Profane Ratschläge liefern die beiden allerdings nicht, sondern eine poetisch-satirische Erforschung unserer Wünsche und Träume und des zuweilen schwierigen Bemühens, dem Leben so etwas wie Sinnhaftigkeit abzutrotzen. Bayrischer Rundfunk, Kathinka Strassberger

In der Glücksschmiede
Seit jeher ist ihr Mix aus inszeniertem Musiktheater, Songwriter-Satiren, liebevollem Geschlechterkampf und geschliffenen, mitunter geradezu philosophischem Sprachspiel unverwechselbar und einzigartig.
Es ist jedenfalls kein Zufall, dass die Prosperis das rare Privileg genossen, mit Georg Kreisler befreundet zu sein und von ihm über die Maßen geschätzt zu werden. Und gerade, was das Songwriting angeht, sind Silvana und Thomas Prosperi in jüngster Zeit ja immer noch besser und besser geworden.

Süddeutsche Zeitung

Zum Glück nichts passiert
Reicht das zum Happy-Sein? Das fragen sich Faltsch Wagoni in ihrem neuen Kabarettprogramm “Zum Glück”. Und warnen: Kein Ratgeber.
Man sollte vermuten, dass Silvana und Thomas Prosperi wissen, was Glück ist. Sie sind seit 37 Jahren ein symbiotisches Liebes-, Lebens- und Bühnenpaar. Künstlerisch ist keiner je fremdgegangen, was auch unvorstellbar wäre. Faltsch Wagoni haben einen unverwechselbaren Stil entwickelt: aus geschliffenen Wortspiel-Dialogen, mit denen Thomas ständig die Bedeutung der Wörter hinterfragt, aus gereimten Rapsongs, die Silvana mit allen möglichen Resonanzkörpern (auch dem eigenen) rhythmisiert, unterstützt von Thomas' Gitarre. Sie verweigern gängige Kabarettpointen und suchen einen eigenen sprachlichen Erkundungspfad durch ihr jeweiliges Thema. Diesmal also das Glück. Dafür gibt's kein Rezept. Deshalb auch keinen Ratgeber.
Bühnen-Treffpunkt der beiden ist ein kleiner Tresen mit der Aufschrift “Ver-Hör-Seh-Bar”. Wer sich da in Wortgefechte einlässt, kann sich schon mal unvorhersehbar verhören, versehen oder verhört fühlen. Aber es geht nicht nur um das private, sondern um das globale Glück. Warum macht es Finnen glücklich, sich zu Hause in Unterwäsche zu betrinken? Hilft das auch anderswo? Wem sollte man Bhutans Regierungsprogamm des Brutto-Nationalglücks zur Nachahmung vorschlagen? Donald, wir kommen! Auf der kleinen, persönlichen Ebene wird die verklärte Nordseeromantik eines Alzheimer-Mannes konterkariert von der Erinnerung seiner Frau: Nebel, Sturm, Schlick. Der Mensch ist so leicht täuschbar: “Das Problem sind nicht die Lügen, sondern die Leute, die sie glauben.”
Lügen, Glauben, Glückshoffnung und Enttäuschung in allen Lebenslagen spielen Faltsch Wagoni in ihrem musikdurchsetzten Zwiegespräch durch, das manchmal skurrile und absurde Gedanken-Blüten treibt. Charmant mäandern sie mit ihrem formbewussten Diskurs zwischen philosophischen Erörterungen und witzigen Alltagsbetrachtungen, dem großen Allgemeinen und dem kleinen sozialen Leben. Das zeitigt essentielle Erkenntnisse, etwa über Chancenlosigkeit als “Unglück der Geburt”: “wer keine Chance hat, braucht kein Glück.” Vielleicht stammt der Mensch vom Maulwurf ab? Denn der durchbuddelt den ganzen Planeten und schaufelt am Ende noch unser Grab. Faltsch Wagoni wollen dem zuvorkommen und bitten singend mit der abgewandelten lndianerweisheit: “Begrabt mein Herz in der Krümmung des Raumes, dort, wo die zeitlosen Formen sind.”
Zum Glück kann man niemand zwingen, der Weg dazu führt nur übers Herz, wissen die beiden. Das höchstmögliche Maximum bleibt für viele Menschen oft die Quintessenz: zum Glück nichts passiert. Aber für Kabarettzuschauer passiert hier eine ganze Menge im Kopf - zum Glück.
Gabriella Lorenz im Münchner Feuilleton
 
Primaten, missraten?
Aber sie sind keine misanthropischen Satiriker, sondern freundliche Zeitgenossen mit festem ironischen Biss. Manche im Saal werden den Rat der an einen Achtziger-Jahre-Hit angelehnten Rausschmeißer-Nummer befolgen: „don‘t work, be happy!“
Münchner Abendzeitung

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zum glück
Foto: Peter Edelmann 1,4 MB, 300dpi





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Zum Glück - Trailer

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